Zum Inhalt
Sonntag, 9. August 2026

Hamburgs Universitäten setzen auf die Zukunft der Urbanität

Das gemeinsame Graduiertenkolleg "Urban future-making" der Hamburger Universitäten hat eine offizielle Verlängerung durch die DFG erhalten. Der Fokus liegt auf der Gestaltung urbaner Räume in der Zukunft.

Maximilian Schwarz··1 Min. Lesezeit

Die kräftigen Farben der Abenddämmerung über der Hamburger Skyline strahlen eine fast magische Atmosphäre aus. Die silhouette der Elbphilharmonie zeichnet sich gegen den lila-himmel ab, während die Lichter der Stadt langsam aufleuchten und das geschäftige Treiben des Tages ihrem Ende entgegensieht. Gruppen von Menschen flanieren entlang der Außenalster, diskutieren laut über die neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Kunst, während die Wellen sanft an die Ufer plätschern. Inmitten dieses lebendigen Stadtbildes, ein Gefühl der Vorfreude und der Erneuerung: Die Hamburger Universitäten, mit ihren ehrgeizigen Projekten und Plänen, sind bereit, neue Wege zu gehen.

Doch was bedeutet es wirklich, dass das gemeinsame Graduiertenkolleg "Urban future-making" nun offiziell von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert wurde? Auf den ersten Blick könnte man glauben, dass dies eine bloße Formalität ist, eine Bestätigung, dass die Forschung in einem relevanten Bereich fortgesetzt wird. Aber könnte man vielleicht auch hinterfragen, ob die bestehenden Ansätze und Konzepte ausreichend sind, um die Herausforderungen der urbanen Zukunft zu bewältigen? Stehen wir vor der Gefahr, in unseren eigenen Denkmustern gefangen zu sein, während die Herausforderungen durch den Klimawandel, die Gentrifizierung und soziale Ungleichheit dringlicher werden?

Diese neue Förderperiode verspricht, interdisziplinäre Ansätze zu fördern, um innovative Lösungen für urbane Problematiken zu entwickeln. Dabei stellt sich die Frage: Sind wir bereit, die notwendigen Schritte zu gehen, um wirklich neue Perspektiven zu eröffnen? Der interdisziplinäre Austausch zwischen den drei Hamburger Universitäten schafft Raum für kreative Ideen, doch sind die etablierten Strukturen nicht auch ein Hindernis? Wie viele neue Ideen werden tatsächlich gefördert und wie viele werden von der Institutionalisierung erstickt?

Am Ende des Tages ist der Blick auf die Hamburger Skyline, das pulsierende Herz der Stadt, nicht nur ein Hinweis auf deren gegenwärtige Schönheit, sondern auch auf die Fragen und Herausforderungen, die vor uns liegen. Das Graduiertenkolleg könnte tatsächlich ein Katalysator für Veränderungen sein – wenn es gelingt, über den Tellerrand hinaus zu denken und die starren Strukturen zu hinterfragen, die oftmals als selbstverständlich erachtet werden.